Lyrik mal anders!

Die Schülerinnen und Schüler der 4B versuchten sich an einer etwas anderen Art der Gedichtinterpretation und verfassten im Deutsch-Unterricht Haikus zu Rainer Maria Rilkes „Der Panther“. Die gelungenen Werke – Haikus stammen aus Japan und setzen sich aus 3 Zeilen zu 5 – 7 – 5 Silben zusammen – wurden mittlerweile auch auf dem Blog des Berufsverband Österreichischer SchreibpädagogInnen durch eine Veröffentlichung gewürdigt! Tolle Leistung!

Sehnsucht nach Freiheit.
Niemand da, nur du allein.
Welch eine Menschheit!
(S. Albic)

Der schwarze Panther
gefangen hinter Gittern
tanzte im Kreis
(Erik Strich)

Sein Gang geschmeidig
ruhelos im Kreis laufend
vollkommen verwirrt
(Carmen Halper)

traurig und müde
so rund wie die Planeten
langweilig sein Traum
(Emir Ibis)

jeder ist allein
keine Kraft zum Leben
alles ist zwecklos
(Annika Wittmann)

Es ist langweilig
nur die Stäbe hier, und ich
so ganz alleine
(C. Seidler)

Ich will nicht in die
lebenslange Hinterwelt
hinter den Gittern
(Adriana Lazarevic)

Ich bin verzweifelt
Das Leben hinter Gittern
Einsam und allein
(D. M.)

Freiheit gestohlen
Hinter Gittern weggesperrt
Will nicht mehr leben
(N. Tobrman)

Einsam weggesperrt
Keine Lebenslust mehr da
Wille gebrochen
(Julia Gabr)

Gefängniszelle
alleingelassen worden
Schmiedeisenstäbe
(Stefan S.)

Tief drin im Herzen,
da lag das Leid, das er litt.
Was mag das wohl sein?
(Besarta A.)

Wille großer Kraft
der Drang zur Freiheit wird mehr
letztendlich vorbei
(T. G.)

Hinter den Gittern,
hoffnungslos gefangen sein
und nie mehr frei sein
(D. B.)

lautloser Panther
schweigen in dem Gefängnis
mühelos ratlos
(S. V.)

Bildquelle: https://lithub.com/10-women-poets-who-inspired-me-to-become-a-writer/